Meine Arbeitsstelle und ich

Erinnert ihr euch noch an meine Arbeitssuche (Werbung) vor einem Jahr. Genau vor einem Jahr und einem Tag habe ich euch davon geschrieben das ich ab November wieder in das Berufsleben einsteigen möchte, sobald Benjamin in die Krippe eingewöhnt ist. Heute möchte ich euch erzählen was aus der Suche geworden ist.

Viele Gedanken hatte ich bezüglich meiner Jobsuche, denn eines stand sicher, die Arbeitsstelle vor Geburt ist befristet gewesen und ausgelaufen und ich wollte dorthin auch nicht zurück. Ich war auf der Suche nach einer Arbeitsstelle welche es mir ermöglicht Job und Familie unter einen Hut zu bringen. Genauer gesagt suchte ich eine Teilzeitstelle welche nicht länger als bis 14 Uhr geht, in welcher ich weder am Wochenende, noch an den Feiertagen arbeiten muss und das Gehalt zumindest irgendwie passt. Für mich war damals klar, das wird nicht einfach werden, denn solch eine Stelle hatte ich nach Joschua schon nicht gefunden, warum sollte es deshalb jetzt klappen.

Ich habe im Internet immer wieder die Stellenanzeigen durchforstet in der Hoffnung eine passende Stelle zu finden. Gute Stellenanzeigen gab es einige, dich meist passte immer irgendetwas nicht. Entweder die Zeiten waren für mich nicht schaffbar, die Stelle ist zu weit weg oder es wurde sofort jemand gesucht. Meine Hoffnung wirklich im November wieder mit dem Arbeiten beginnen zu können rückte immer weiter. Ich konzentrierte, mangels passender Stellenangebote, mich deshalb darauf Eigeninitiativbewerbungen abzusenden. Hierbei klapperte ich vor allem alle Sozialdienste wie Caritas, den Sozialdienst katholischer Frauen, das Rote Kreuz und auch die AWO ab. Zusätzlich dazu schaute ich natürlich trotzdem immer wieder den Stellenmarkt an ob etwas passendes für mich dabei ist. Beim Arbeitsamt wollte ich mich nicht melden, denn ich wollte es alleine schaffen.

Eines Tages war dann nun wirklich eine Stellenanzeige dabei welche ganz gut passte, ausgenommen der Arbeitszeiten. Nach einem Anruf dort, war man aber freundlich und meinte, wenn es auf beiden Seiten passe, könnte man sich über die Arbeitszeiten einigen. Kurz darauf habe ich dort Probe gearbeitet. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich gerade mal 5 Bewerbungen raus geschickt, ausgenommen der Stelle bei der ich Probe gearbeitet habe.

Die Probearbeit lief gut und die Arbeit machte Spaß, wenn es wohl auch nicht wirklich meine Traumstelle gewesen wäre. Für den Einstieg hätte sie aber sicherlich gepasst. Der Chef und ich verblieben dort das wir uns gegenseitig Gedanken machen.

In der Zwischenzeit rufte ich alle Sozialdienste an ob meine Bewerbung denn angekommen ist und ob es denn eine freie Stelle aktuell gibt. Bei fast allen wurde ich vertröstet, eine einzige teilte mir jedoch mit, dass meine Bewerbung nicht angekommen wäre und das ich diese doch bitte noch einmal abgeben solle.

Ein paar Tage später habe ich einen Anruf erhalten das ich mich vorstellen dürfe. Anders als geplant sollte ich mich jedoch nicht in der Hauptstelle in Bamberg, sondern in einer Zweigstelle in Oberhaid vorstellen. Mir kam das recht, denn diese ist mit dem Auto praktischer und stressfreier für mich erreichbar. Vor Ort wurde ich nett von der Leitung begrüßt und mir wurde erklärt um was es sich bei der Stelle handelt. Gesucht wurde eine Teilzeitkraft für den ambulanten Dienst in der Hauswirtschaft. Schon bei der Erklärung der Stelle wusste i h, das ich diese Stelle wirklich unheimlich gerne antreten würde, ohne das ich vorher dort schon einmal Probe gearbeitet habe. Ich gab mein großes Interesse an die Stelle weiter und wir verblieben so, das ich sie sich melden würde. Schon einen Tag später wurde ich angerufen und für den nächsten Tag zum Probe arbeiten eingeladen. Dieses machte mir, wie ich es mir gedacht hatte, großen Spaß und einen Tag später wurde mir am Telefon gesagt das ich die Stelle bekomme. Ich freute mich riesig und konnte mein Glück kaum fassen und wartete gespannt auf meinen Arbeitsvertrag.

Seit 8.11.17 arbeiteich nun als Haushaltshilfe im ambulanten Dienst in der Hauswirtschaft. Drei Monate nach meiner Probezeit wurde mein Vertrag von einem befristeten auf einen unbefristeten umgewandelt. Ich arbeite von Montag bis Freitag und keine Feiertage und keine Wochenenden. Ich wurde für 20 Stunden in der Woche angestellt, habe einen Tarifvertrag und somit so viel Urlaub wie ich ihn noch nie hatte. Ich darf in meiner Stelle mit Menschen arbeiten wie ich es mir gewünscht habe. Diese unterstütze ich in ihrer Haushaltsarbeit wie die Reinigung, Wäschepflege und bei Bedarf Backen/Kochen. Mit einige meiner Kunden gehe ich auch einkaufen oder erledige diesen für diese. Dabei bin ich nicht nur bei alten Menschen, sondern auch bei jüngeren kranken Menschen im Einsatz. Meine Arbeit macht mir unendlich viel Spaß und es ist so schön anzusehen wie die meisten meiner Kunden meine Arbeit wertschätzen und wie diese durch mich und meine Kolleginnen ihren Alltag in ihren eigenen vier Wänden fortsetzen können ohne in ein Heim gehen zu müssen. Ich muss für mich wirklich sagen das ich meine Traum-Arbeitsstelle gefunden habe und hoffe das diese mir noch lange erhalten bleiben wird.

Für alle die gerade auf Arbeitssuche sind, viel Glück und Ausdauer und das ihr genauso viel Glück habt wie ich es hatte und habe.

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Das ist schön das du deinen Traumjob gefunden hast, ich habe meinen auch schon seit vielen Jahren
Liebe Grüße Leane

Hallo Marie,
das hört sich super an und wenn Du Dich wohlfühlst – ist das goldwert !
LG und weiterhin viel Erfolg
Katrin