Unser Urlaub an der See

Hier war es lange ruhig und das hat natürlich auch seinen Grund. Wir waren im Urlaub, denn ein bisschen Urlaub hat noch niemanden geschadet. Man nimmt sich bewusster Zeit miteinander, hat keinen Stress wegen der Arbeit und kann machen für was einem bisher einfach die Zeit fehlte. Wir haben uns dieses Jahr für einen Urlaub an der See entschieden, fernab von zu Hause.

Das wir dieses Jahr in den Urlaub und das dann auch noch länger als eine Woche, das stand bereits letztes Jahr fest. Wann und wohin es jedoch geht, das hat sich letztendlich erst eine Woche vor Urlaubsbeginn entschieden. Eigentlich wollten wir in diesem Jahr nach Belgien oder die Niederlande, jedoch haben wir irgendwann beschlossen das es egal ist wohin wir gehen, Hauptsache wir liegen nah am Meer und es liegt in unserem Geldlimit.

Nach schier ewiger Suche nach einer passenden Unterkunft wurden wir in Ramstedt auf einem Bauernhof fündig. Die Ferienwohnung vor Ort verfügte über zwei große Zimmer, einer Essecke, einer kleinen Küche, einem Bad mit Dusche und insgesamt vier Betten. Auf dem Bauernhof direkt hatten wir außerdem die Möglichkeit draußen im Garten auf einer Terrasse zu sitzen, Wäsche zu waschen und die Kinder hatten im Garten einen kleinen Sandkasten, eine Rutsche und Schaukel. Unsere Unterkunft passte rundum perfekt.

Da wir mit unserer Unterkunft nicht direkt am Meer lagen und mindestens 20 Minuten fahren mussten um dieses zu erreichen, beschlossen wir jeden Tag in einen anderen Ort zu fahren um diesen zu entdecken.

An unserem ersten Tag besuchten wir dabei Nordstrand an der Nordsee. Dort pfiff ein ganz schön steiler und steifer Wind der uns fast davongepustet hat. Auf dem Rückweg holte sich Flo am Hafen noch einen fangfrischen Fisch den es dann zum Abendessen gab. Das Wetter war etwas durchwachsen, jedoch regnete es nicht.

Am nächsten Tag führte uns unser Weg nach Eckernförde an die Ostsee. Das Wetter zeigte seine gute Seite mit vielen Sonnenstrahlen. Wir fühlten das erste Mal den weichen Sandstrand in unseren Füßen und suchten die ersten Muscheln am Strand. Nach etwas tümpeln im Wasser, führte uns unser Weg in die Innenstadt, wo wir unter anderem eine Bonbonmacherei besucht haben. Mehr dazu gibt es bald in einem extra Beitrag.

Der Mittwoch lockte wieder mit tollen Wetter. Unser Plan für diesen Tag war eine Reise nach Flensburg und das angrenzende Dänemark an der Ostsee. Nach einem Schock über die Preise im dänischen Supermarkt, vielen angeschwemmten Quallen, wagten wir auch einen Blick über das Meer bei Dänemark nach Flensburg, bevor wir uns nach Flensburg aufgemacht haben. Dort haben wir es uns nach einem kleinen Hafenspaziergang in einem Restaurant gut gehen lassen.

Für den folgenden Tag war grandioses Wetter gemeldet, weshalb wir nach St. Peter Ording an die Nordsee gefahren sind. Man sagt über St. Peter Ording aus, der Ort solle einen der schönsten Sandstrände haben. Nach 12€ für das Tagesticket machten wir uns auf den Weg an den Strand. Der Strand war wirklich weich und sehr schön, jedoch war das Meer (es war gerade Ebbe) noch ein Stückchen vom Wasser entfernt. wir verbrachten dort den Vormittag bis es Mittag für einen Abstecher in die Stadt ging. Hier fallen zum Glück keine Parkgebühren an. Damit wir die Gezeiten kennen lernen, machten wir uns zum Nachmittag dann noch einmal auf den Weg an den Strand um diesen bei Flut kennen zu lernen. Es ist wirklich faszinierend wie das Wasser einfach kommt und geht.

Für Freitag war das Wetter etwas wechselhaft gemeldet. Aus diesem Grund entschieden wir uns für einen Abstecher nach Friedrichstadt das nur circa 10 Minuten von uns entfernt lag. Dort schlenderten wir etwas durch die Straßen und beobachteten die Grachten (Schiffe) wie sie das Wasser pasierten. Zwar fielen an diesem Tag einige Tropfen, jedoch vermiesten diese uns nicht die Stimmung.

Der erste Wochenendtag führte uns nach Büsum an der Nordsee. Dort entdeckten wir als erstes den großen Hafen mit seinen vielen Fischerbooten bevor es für uns in die Innenstadt ging. Dort wurde fleißig Musik gespielt was die Stimmung gleich erheiterte. Nach einem Spaziergang durch das Watt an das Meer mit einigen Krebsen auf dem Weg schlenderten wir noch etwas durch die Stadt mit einem großen leckeren Eis bevor es dann wieder zurück in die Ferienwohnung ging.

Für den Sonntag hatten wir einen Besuch in Heide geplant. dort befindet sich der größte Marktplatz Deutschlands auf welchem ein Flohmarkt stattfand. Leider hatte die Innenstadt und die Geschäfte hier am Sonntag nicht geöffnet wie das in den meisten anderen Städten der Fall in den Sommermonaten ist. Aus diesem Grund ist unser Ausflug etwas kürzer ausgefallen, jedoch entdeckten wir noch auf unserem Rückweg einen wirklich tollen Wasserturm.

Mit einem Ausflug nach Westerhever an die Nordsee startete unsere zweite Urlaubswoche. Anders wie St. Peter Ording auf der selben Höhe, verfügt Westerhever über keine wirkliche Innenstadt. Das störte uns jedoch relativ wenig, denn wir wollten an den Strand. Durch Salzwiesen mit vielen Schafen führte unser Weg uns also an das Meer, das natürlich mal wieder weg war. Wir machten uns also mit Kinderwagen voll beladen auf das Meer zu erreichen. Was total nah aussah entpuppte sich als ganz schön lange Strecke die scheinbar nie enden wollte. Irgendwann nach ewiger Reise über den nassen Sand und einem Muschelfriedhof erreichten wir dann aber endlich das Meer und machten es uns gemütlich. Weit uns breit war niemand zu sehen und so hatten wir eigentlich das ganze Meer für uns. Das war wohl einer der schönsten Tage in unserem Urlaub, denn auch der Leuchtturm war wirklich toll anzusehen.

Einen Ausflug auf den wir nicht verzichten wollten, war der Besuch von Kiel an der Ostsee. Die Kieler Woche war dort in vollem Gange und wir wollten diese entdecken, wenn wir schon zeitgleich von dieser in der Nähe sind. Er war wirklich interessant die ganzen Segelboote anzusehen und auch der Strand war klasse. Alles in allem konnte uns Kiel als Stadt und auch mit seiner Kieler Woche nicht ganz so beeindrucken wie erhofft.

Zur Wochenmitte zog es uns nach Tönning an der Nordsee. Dort gibt es ein Wattforum welches einem anschaulich erklärt wie das genau mit Ebbe und Flut funktioniert, was genau im Watt steckt und welche Tiere dort noch so wohnen. Neben einem echten Skelett eines gestrandeten Pottwal an der Nordsee gab es auch die Möglichkeit Krebse und Seesterne zu streicheln. Wirklich einladend war zudem der zugehörige Spielplatz. Das Wattforum ist wirklich einen Besuch wert. Näheres dazu gibt es bald in einem gesonderten Beitrag.

Für die nächsten Tage war das Wetter leider nicht so gut gemeldet. Nach einem kurzen Gewitter am Morgen führte uns der Weg nach einem etwas planlosen Trip durch die Pampa nach Husum an der Nordsee. Dort entdeckten wir eine Schiffswerft, erkundeten die Innenstadt, schlenderten durch den Markt bevor wir letztendlich noch einen Ausflug an den Strand machten.

Unser letzter Tag führte uns nach Schleswig an der Ostsee, welche sich selbst als Wikingerstadt bezeichnet da es dort ein Wikinger Dorf (Museum) gibt. Die Innenstadt gleicht für unseren Geschmack eher etwas einer Geisterstadt, denn viele Geschäfte standen leer. Nach einem kurzen Meerspaziergang machten wir noch einen Abstecher zum Schloss bevor es dann wieder nach Hause ging.

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Am Samstag war dann leider auch schon alles wieder vorbei. Wir fuhren relativ zügig am Morgen los um pünktlich zu Joschuas Probe für das Musikschulsommerfest wieder in Bamberg zu sein. Neben ein paar Baustellen und Staus haben wir das zum Glück auch geschafft bevor wir am Abend müde ins Bett gefallen sind.

Am nächsten Tag ging es dann noch einmal ins Auto um unsere Nichte, die eine Stunde Fahrt entfernt wohnt, zu ihrem Geburtstag zu besuchen. Nach einem lustigen Tag dort, begann heute nun wieder der Alltag.

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Huhu Marie,

oh so viele schöne Impressionen. Ich liebe die Nordsee! Die Mäuse hatten bestimmt viel Spaß am Strand, was gibt es Schöneres als Muscheln sammeln und im Sand wühlen? 🙂 Für uns geht’s dieses Jahr an die Ostsee. Das dauert aber leider noch lange, wir fahren erst im August, aber Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude. 😉

Herzliche Grüße – Tati

Hallo Marie,

die Nordsee ist so toll und ich war noch nie dort – muss ich unbedingt nachholen 🙂 Prima das ihr auf einen Bauernhof ein Zimmer gefunden habt 🙂 war für die Kinder bestimmt auch eine schöne Erfahrung ?

LG Katrin

Hallo, dass sind sehr schöne Bilder und strahlen eine innere Ruhe aus. Selbst war ich vor 16 Jahren schon mal in Eckernförde an die Ostsee und fand es traumhaft schön dort. Liebe Grüße Tina-Maria

Hach, so ein schöner Beitrag! Ich bin ja gebürtige Kielerin und in einem winzigen Dorf in der Nähe von Eckernförde aufgewachsen. Das ist also alles Heimatland für mich! Ich bin dann zwar noch als Kind weggezogen und schließlich in Kassel gelandet, komme aber mittlerweile mindestens einmal im Jahr zurück in die Kieler Gegend, weil die Familie meines Freundes dort eine Ferienwohnung hat. Im September geht es wieder für zwei Wochen hoch und ich freue mich schon so enorm! : )

Ganz liebe Grüße
Marie-Louise